Kunststudienjahr am Goetheanum
Von der belebenden Kraft der Anthroposophie in Plastik, Architektur und Malerei. Entdecke dieses Studienprogramm, angeboten von der Sektion für Bildende Künste am Goetheanum
Über den Kurs
Vollzeit und in Präsenz
Das Kunststudienjahr, angeboten von der Sektion für Bildende Künste am Goetheanum, richtet sich an Menschen, die ihr Interesse für Kunst und Anthroposophie wecken, intensivieren und vertiefen wollen. Die Kunstgattungen werden auf Grundlage der Anthroposophie und des Goetheanismus praktisch erkundet und durch ein anthroposophisches Grundlagenstudium vertieft.
Die Unterrichtsprache ist Deutsch und Englisch. Jedes der drei Trimester kann auch einzeln besucht werden, wobei das Jahr inhaltlich eine Ganzheit bildet. Das Studienjahr eignet sich besonders auch als Orientierungszeit für Schulabgänger und ermöglicht in allen Lebenslagen Selbstbegegnung und Neurorientierung in einer lernenden Gemeinschaft.
| 2025/26 | Schwerpunkt | Periode |
|---|---|---|
| Frühling | Malerei | 13. April – 26. Juni 2026 |
| 2026/27 | Schwerpunkt | Periode |
|---|---|---|
| Herbst | Skulptur und Zeichnen | 5. Oktober – 18. Dezember 2026 |
| Winter | Architektur, Landschaftsgestaltung, Installation | 11. Januar – 26. März 2027 |
| Frühling | Malerei | 12. April – 25. Juni 2027 |
Die Kunst der Metamorphose
Metamorphose ist das Zauberwort, das von Goethe an der Pflanzen- und Tierwelt entdeckt und durch Rudolf Steiner in allen Kunstgattungen realisiert wurde. In ihr liegt der Schlüssel zum Leben und zur inneren Lebendigkeit. Jenseits von künstlichen und mechanischen Prozessen lernen wir durch sie Entwicklung, Verwandlung und Neugeburt kennen. Sie in einer Formenreihe, einer Serie von Bildern, in Installationen, im Rhythmus einer Landschaft, in Bauwerken zu entdecken und schaffend zu verwirklichen, bis in das Textstudium hinein, ist Ziel des Kunststudienjahrs.
In drei Trimestern intensiver ganztägiger künstlerischer Arbeit bieten wir die Möglichkeit, Raum, Form und Farbe auch in ihrer seelisch-geistigen Dimension bewusst zu erleben und zu gestalten.
Textarbeit an Grundwerken Rudolf Steiners
Die morgendliche Textarbeit an den Grundlagewerken Rudolf Steiners wird der praktischen Arbeit im Atelier vorangehen und mit Christiane Haid und Renatus Ziegler stattfinden.
Herbst-Trimester SKULPTUR UND ZEICHNEN: Theosophie
Winter-Trimester ARCHITEKTUR: Die Philosophie der Freiheit
Frühlings-Trimester MALEREI: Die Geheimwissenschaft im Umriss
(begleitend durch alle Trimester: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten)
Herbst-Trimester SKULPTUR UND ZEICHNEN:
Der Schwerpunkt des ersten Trimesters liegt auf der Beschäftigung mit den Grundelementen der Plastik und dem Erlernen bildhauerischer Fertigkeiten. Das Studium der Formenwelt des Lebendigen in Natur und Mensch wird im Zentrum stehen. Dabei werden Rudolf Steiners Skizzen und Angaben für das Plastische in Ton, Stein und Holz erkundet. Das Erarbeitete wird in einem zweiten Schritt in eigenen Werken erprobt. Die plastisch-künstlerischen Erfahrungen und das Eindringen in die Lebendigkeit der Formkräfte können das eigene kreative Potential stärken und erlebbar machen.
Winter-Trimester ARCHITEKTUR, LANDSCHAFTSGESTALTUNG, INSTALLATION:
Einführung in die Architektur Rudolf Steiners, wie sie im ersten und zweiten Goetheanum und seinen Nebenbauten gegeben ist und ihre entsprechenden Grundlagen. Das Studium wird vorwiegend in praktisch-künstlerischer Atelierarbeit durchgeführt.
Frühlings-Trimester MALEREI:
Zweidimensionale Kunst und geistige Dimensionen des Impressionismus.
Ein Teil des Sommertrimesters wird die Frage zum Inhalt haben, wie Wahrnehmung sich in Kunst verwandeln lässt. Der Ansatz beinhaltet die Aufmerksamkeit auf die kreative und spirituelle Aktivität während der Arbeit mit zweidimensionalen Medien, um Bilder zu schaffen. Praktische Arbeit auf Papier mit Tusche, Aquarell, Pflanzenfarben, Pastell, Graphit und Kohle sowie Kunstbetrachtung und die Lektüre und Diskussion von Texten Rudolf Steiners und verschiedener Künstler sind der Inhalt dieses Trimesters.
Allgemeine Informationen
Sektion für Bildende Künste im Rahmen von Studium und Weiterbildung am Goetheanum
Sprache
Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch.
Kosten
Erstes Trimester/Einzeltrimester: CHF 2‘450.00 (inkl. Einschreibegebühr und Materialkosten)
Zweites Trimester: CHF 2‘400.00 (inkl. Materialkosten)
Drittes Trimester (bei Besuch aller drei Trimester innerhalb eines Jahres): CHF 2‘000.00 (inkl. Materialkosten)
Die Sektion
Die Sektion für Bildende Künste möchte Künstler und Laien in ihrem kreativen Potential dabei unterstützen und fördern. In den künstlerischen Impulsen und Anregungen Rudolf Steiners, seiner Nachfolger sowie im aktuellen Kunstgeschehen weltweit sieht sie die Grundlage für die Auseinandersetzung und Entwicklung innerhalb der Kunst.
Verantwortliche für das Studium
Barbara Schnetzler
Freischaffende Bildhauerin in Basel und Mulhouse. Ihre Ausbildung zur Bildhauerin erwarb sie an der Bildhauerschule Müllheim (TG). Ihr Werk wird von verschiedenen Galerien vertreten und befindet sich in diversen Kunstsammlungen sowie im öffentlichen Raum. 2020-2023 war sie im Leitungsteam tätig und bleibt der Sektion für Bildende Künste am Goetheanum weiter als Dozentin und Kuratorin verbunden.
Christian Hitsch
1969-1975 Studium der Bildhauerei an der Freien Hochschule für das soziale Wirken in der Kunst. Meisterschüler von Siegfried Pütz. 1975-1982 Werk- und Kunstlehrer an der Rudolf Steiner-Schule Wien. 1982-1989 Mitbegründer und Dozent an der Goetheanistischen Studienstätte in Wien für Anthroposophie, Kunst und Pädagogik. 1989-2004 Leitung der Sektion für Bildende Künste am Goetheanum. Seit 2004 freischaffend in der Schweiz und in Österreich.
Dr. phil. Christiane Haid
Studium der Erziehungswissenschaften, Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Kunst in Freiburg und Hamburg. Promotion: «Mythos, Traum und Imagination. Die kleinen Mythen Albert Steffens». 2009-2019 Leiterin des Verlags am Goetheanum, ab 2019 Programmleitung. Seit 2012 Leiterin der Sektion für Schöne Wissenschaften und seit 2020 Leiterin der Sektion für Bildende Künste. Seit 2020 zusammen mit Ariane Eichenberg Redakteurin der Zeitschrift STIL. Goetheanismus in Kunst und Wissenschaft.
Esther Gerster
Kunststudium in Plastik, Grafik und Malerei an der Goetheanistischen Studienstätte Wien mit Abschluss als Malerin. Kunstunterricht und Wandgestaltungen mit Lasurtechnik in Finnland. Mitarbeit an der Deckenmalerei beim Umbau des grossen Saals im Goetheanum 1996-98. Seither Unterricht in Malen und Zeichnen im Grundstudium Anthroposophie und bei Tagungen, Goetheanum-Führungen.
Markus Fischer
Architekt, Studium an der U/GH Siegen und an der Sektion für Bildende Künste des Goetheanum, zehn Jahre Tätigkeit als Freier Architekt, jetzt als Architekt und Geschäftsleiter der sozialtherapeutischen Gemeinschaft Altenschlirf, Herbstein bei Fulda (DE).
Nathaniel Williams
Geboren in den USA. Kunststudium Malerei, Zeichnung und Anthroposophie an der neueKUNSTschule, Basel. Kunstunterricht und freischaffende Kunsttätigkeit 2003-2022. Seit 2023 Leiter der Jugendsektion am Goetheanum.
Pieter van der Ree
Studium der Architektur an der Technischen Universität in Delft (NL). Seit 1990 selbständiger Architekt im Bereich des ökologischen Bauens und der organischen Gestaltung. Veröffentlichungen zur Wechselwirkung zwischen Mensch und Architektur, zum organischen Bauen: «Organische Architektur» (2000); 2003 Kurator der Wanderausstellung «Organische Architektur – Mensch und Natur als Inspiration für das Bauen». 2005-2020 Inhaber des Lehrstuhls für Organische Architektur an der Alanus Hochschule bei Bonn.
Renatus Ziegler
Dr. rer nat. Studium der Mathematik und Theoretischen, Physik, ETH Zürich. Promotion 1985 über geometrische Mechanik, Universität Kassel. Forschung und Lehre an Universitäten der USA, ab 1987 an der Mathematisch-Astronomischen Sektion am Goetheanum. 2001–2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Verein für Krebsforschung, Arlesheim (Schweiz). Seit 2019 im Rudolf Steiner Archiv als Herausgeber im Rahmen der Rudolf Steiner Gesamtausgabe.
Rudolf Kaesbach
Architekturstudium in Zürich und Bildhauerei in England und Dornach. Kunstlehrer an der Waldorfschule in Marburg, danach Leiter der Bildenden Kunst des Emerson College in England bis 2018. Weltweite Kurstätigkeit in künstlerischem und pädagogischem Plastizieren. Forschungsarbeiten in Kunstgeschichte und in der vielseitigen Beziehung von Landschaft und Architektur.
Kontakt
Nicolas Gadacz
Studium an der Staatl. Hochschule für Musik in Trossingen im Hauptfach Violoncello und Kulturmanagement Praxis an der Hochschule Luzern. Ausbildung zum Pflegehelfer SRK, und berufsbegleitend Eurythmie-Ausbildung an der Akademie für Eurythmische Kunst Baselland mit Diplom-Abschluss 2008. Neben der musikalischen Tätigkeit zwanzig Jahre in der Altenpflege tätig. Seit 2022 Assistent für die Sektion für Bildende Künste.