Ausbildung in Goetheanistischer Naturwissenschaft
Diese berufsbegleitende Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Naturwissenschaftlichen Sektion hat zum Ziel, die Studierenden zu befähigen, sich selbständig und methodisch mit den Naturwissenschaften in reflektierter Weise auseinanderzusetzen und ihr Wissen um einen goetheanistischen und anthroposophischen Zugang zu erweitern
Über die Ausbildung
Berufsbegleitende Ausbildung in goetheanistisch-anthroposophischer Naturwissenschaft
Goethes wissenschaftliche Methodik eröffnet einen erkenntnismäßigen Weg auf phänomenologischer Grundlage, der zu einem vertieften Verständnis der äußeren Natur, des Menschen und ihrer Beziehung zueinander führt. Die Forschungsergebnisse der anthroposophischen Arbeit Rudolf Steiners können auf diesem Weg eine wesentliche Orientierung bieten. Ziel der Ausbildung ist die Entwicklung einer goetheanistisch-anthroposophischen wissenschaftlichen Methodik durch eine eigenständige und methodisch reflektierte Praxis in der Naturwissenschaft.
So funktioniert das Programm
Dies ist ein Ausbildungsprogramm von mindestens drei Jahren Dauer, das an keinen festen Ort gebunden ist.
Jeder Studierende wird von einer Mentorin eigener Wahl begleitet; die meisten sprechen Deutsch und Englisch. Alle Mentor*innen verfügen über umfangreiche Erfahrung im goetheanistischen Ansatz im Rahmen ihrer jeweiligen Forschungsprojekte, Publikationen und Seminartätigkeiten.
Einmal jährlich arbeiten Mentor*innen und Studierende im Rahmen eines internationalen Treffens zusammen, das als Campus auf Zeit bezeichnet wird – eine Forschungsgemeinschaft, die beide Gruppen vereint. Die Teilnahme an diesem Treffen ist für alle Studierenden verpflichtend.
Drei Säulen
- Ein persönliches Forschungsprojekt von mindestens drei Jahren Dauer zu einem Thema, das von derdem Studierenden in Abstimmung mit der Mentorin gewählt wird.
- Ein individuelles Ausbildungsprogramm, das nach Rücksprache mit der Mentorin entsprechend den Interessen und Fähigkeiten derdes Studierenden sowie den verfügbaren Seminaren gestaltet wird.
- Teilnahme an der Mentorinnenkonferenz sowie am jährlichen Treffen der Forschungsgemeinschaft von Studierenden und Mentorinnen (Campus auf Zeit). Die Präsentationen finden auf Deutsch und Englisch statt; Übersetzungen werden angeboten.
Campus auf Zeit
Das Programm des jährlichen Treffens aller Mentorinnen und Studierenden (Campus auf Zeit) wird von den Mentorinnen organisiert. Es dauert 3–4 Tage und umfasst:
- Zwischen- und Abschlusspräsentationen der Studierenden zu den Ergebnissen ihrer Forschung
- Beiträge der Mentorinnen zu aktuellen Forschungsthemen (als methodischer Austausch zwischen Studierenden und Mentorinnen)
- Vertiefende Mini-Kurse und/oder Textarbeit für Studierende
- Eine Mentor*innenkonferenz zur organisatorischen, pädagogischen und didaktischen Planung
Das jährliche Treffen (Campus auf Zeit) ist nicht an einen festen Ort oder eine bestimmte Jahreszeit gebunden, findet jedoch traditionell im Glashaus auf dem Goetheanum-Campus gegen Ende Januar statt. Zeitpunkt und Ort werden jedes Jahr im Austausch zwischen Mentor*innen und Studierenden festgelegt.
Abschluss & Zertifikat
Die Ausbildung gilt als abgeschlossen mit der erfolgreichen Durchführung des vereinbarten Programms sowie der Abgabe und Präsentation des persönlichen Forschungsprojekts in schriftlicher und mündlicher Form.
Daher ist am Ende jedes Jahres ein schriftlicher und mündlicher Zwischenbericht vorzulegen. Am Ende des letzten Jahres ist ein abschließender schriftlicher Bericht einzureichen. Darüber hinaus sind die Forschungsergebnisse im Rahmen des jährlichen Treffens (Campus auf Zeit) vor Mentor*innen und Mitstudierenden zu präsentieren.
Nach erfolgreichem Abschluss erhält die*der Studierende ein Zertifikat.
Allgemeine Informationen
Kosten der Ausbildung
Jahresbeitrag: € 1.250
Seminargebühren sowie Reise- und Unterkunftskosten tragen die Studierenden selbst.
Bewerbung
Bewerbungen sind jederzeit möglich über das untenstehende Formular. Nach Zustimmung der Mentor*innen kann das Projekt unmittelbar beginnen.
Coordinating group
| Vesna Forštnerič Lesjak Apothekerin | Ruth Mandera Biologin | Jan Albert Rispens Biologe | Ernst Rose Chemiker |
Mentors
| Bertold Heyden Biologe | Ernst Rose Chemiker | Johannes Kühl Physiker | Jürgen Momsen Biologe |
| Konrad Urech Biologe | Martin Rozumek Chemiker | Michael Kalisch Biologe | Sonja Schürger Biologin |
| Vesna Forštnerič Lesjak Apothekerin | Ruth Mandera Biologin | Jan Albert Rispens Biologe | Torsten Arncken Agraringenieur |
| Nicolai Schmidt Agrarwissenschaftler Biologielehrer | Unterstützende und ehrenwerte Mitglieder der Initiative: Jean-Michel Florin, Anita Maria Kreisl, Harald Kreisl, Eduardo Rincon und Matthias Rang | ||
Die Sektion
The Naturwissenschaftliche Sektion ist eine von zwölf Sektionen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Sie betreibt das Forschungsinstitut am Goetheanum. Zu ihren Forschungsgebieten gehören Biologie, Heilpflanzenkunde, Agrarwissenschaften, Chemie, Physik sowie bildschaffende Methoden.
Kontakt
Vesna Forštnerič Lesjak
Ko-Leiterin der Naturwissenschaftlichen Sektion. Apothekerin und Landwirtin. Individuelle Begleitung von Studierenden in goetheanischer Botanik. Verschiedene Forschungsprojekte zur goetheanischen Pflanzenkunde für Pharmazie und Medizin.
Andrea De La Cruz
Andrea wurde 1989 in Madrid, Spanien, geboren. Sie ist Mitarbeiterin der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion und Koordinatorin der Abteilung für Studien und Weiterbildung am Goetheanum. Sie hat einen Masterabschluss in Erziehungswissenschaften sowie Abschlüsse in Waldorfpädagogik, Theaterpraxis (B.A.) und Community Theatre (B.A.). Seit 2011 ist sie als Projektmanagerin, Forscherin und Facilitator in der Erwachsenenbildung, Jugendarbeit und im Kulturbereich tätig.